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28.01.2012
Stadtteile: Ostheim, Neubrück
Kalk macht wieder DICHT
Kundgebung gegen „Pro Köln“

DEMO - KALK MACHT DICHT DEMO - KALK MACHT DICHT 

 


 

DEMO - KALK MACHT DICHT

Das Bündnis „Schäl Sick gegen Rassismus“ ruft zu einer Kundgebung am Samstag, den 28.1. um 10 Uhr auf und dazu, am besten schon um 9 Uhr zum Kundgebungsort zu kommen: Kalk-Mülheimer Straße, Ecke Kalker Hauptstraße. Anlass ist der zweite sogenannte „Protestmarsch“ der Partei „Pro Köln“ innerhalb von zwei Monaten in Kalk, der teilweise über die Kalker Hauptstraße geführt werden soll. Wieder mobilisieren verschiedene Bündnisse gegen Rechts und Kalker Bürgerinnen dagegen.

Wir möchten Sie herzlich zu einem Pressegespräch vor Ort einladen:
Montag, den 23. Januar, 15.00 – 15.45 Uhr
in den Räumen des Jugendzentrums Pavillon e.V. in Kalk
(Albermannstraße 3a, 51103 Köln)
Auch ein Vertreter des „Bündnisses gegen Pro Köln“ wird anwesend sein.

Warum „Kalk macht wieder DICHT“ am 28. Januar?
Erst vor zwei Monaten, am 19.11.2011 wurde die Absicht von „Pro Köln“, in Kalk für seine Ziele zu werben, dank couragierter Bürgerinnen und Bürger vereitelt, die durch eine gewaltfreie Sitzblockade den Rechtsextremisten den Weg versperrten.
Die fremdenfeindliche Partei „Pro Köln“ nimmt tatsächlich aufgetretene Probleme um das Autonome Zentrum in der Wiersbergstraße zum Anlass, sich als Sachwalterin von Interessen der Kalker Bevölkerung auszugeben. Tatsächlich kümmert sich „Pro Köln“ aber nicht um die sozialen und wirtschaftlichen Probleme des Stadtteils. Es geht den Rechtspopulisten darum, Menschengruppen auszugrenzen, Hass zu erzeugen und den Stadtteil zu spalten.
Der menschenfeindliche Rassismus von „Pro Köln“ gibt sich einen demokratischen Anstrich. Tatsächlich kooperierten die führenden Mitglieder dieser Partei in der Vergangenheit schon häufig mit der NPD, mit offen bekennenden Neonazis wie Axel Reitz und Mitgliedern der sog. „Freien Kameradschaften“.
Seit dem Dezember erscheint dabei auch in einem neuen Licht, dass Neonazis aus Thüringen am 9.3.2002 an einer Pro-Köln-Demonstration in Chorweiler beteiligt waren: Die Thüringer Neonazi-Szene ist die Szene, die die Terror-Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ hervorbrachte, die bundesweit vermutlich für mindestens zehn Morde und u.a. den Bombenanschlag auf die Müheimer Keupstraße 2004 verantwortlich ist. Aber auch wenn
die schockierenden Morde der „NSU“ im Dezember 2011 nicht der breiten Öffentlichkeit bekannt geworden wären: Rassistischer Hass ist die Ursache dafür, dass seit der deutschen Einheit im Jahr 1990 fast 150 Menschen fremdenfeindlichen Attentaten zum Opfer gefallen sind, wie die „Zeit“ und der „Tagesspiegel“ ermittelten. Es gibt keine demokratische Fremdenfeindlichkeit, keinen demokratischen Rassismus.
Vor diesem Hintergrund halten wir den Vorschlag des Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers, man solle doch den rechtsextremen Aufmarsch getrost ignorieren und „Pro Köln“ die Gelegenheit geben, einmal das Ziel seiner Kundgebung zu erreichen, dann wäre Ruhe, für fahrlässig. Pro Köln geht es doch nicht darum, einmalig in unserer Stadt zu demonstrieren.
Pro Köln möchte dauerhaft im öffentlichen Raum für seine Ziele werden.
Wir meinen: Eine Kundgebung von Rassisten und Demokratiefeinden darf nicht zu einem alltäglichen, normalen Vorgang in Köln werden. Hat Herr Albers sich überlegt, wie dies auf Migrantinnen und Migranten in unserer Stadt wirken muss? Alle, die zur Zielscheibe der rechtsextremen Ausgrenzungsversuche werden können, müssen die unbedingte Solidarität der überwiegenden Mehrheit der Kalker und Kölner Bevölkerung spüren: Deshalb soll Kalk
am 28.1. vor dem rassistischen Wahn „dicht“ gemacht werden.
Für ein buntes Kalk: Die Kundgebung wird ein buntes, vielfältiges Kalk zeigen. Ein sehr breites Spektrum unterschiedlicher Gruppen und Organisationen beteiligt sich daran. Dies zeigt: Die überwiegende Mehrheit der Kalker/innen möchte kein einflussreiches „Pro Köln“ im Veedel haben.
Auf der Kundgebung sind die Kirchen ebenso vertreten, wie Alten-, Bürger- und Jugendzentren, Parteien ebenso wie Geschichtswerkstätten, Vision e.V. und die Migrantenorganisation DIDF.
Sprechen werden

  • die seit langem gegen Rechtspopulismus und Neofaschismus aktive Gewerkschafterin
    Claudia Wörmann-Adam (ver.di)
  • der Kalker Bezirksbürgermeister Markus Thiele
  • der alternative Kölner Ehrenbürger Pfarrer Meurer, Mitglied im Bündnis „Schäl Sick gegen Rassismus“
  • die Vorsitzende der DGB-Jugend Köln Fina Macula
    Musik wird es geben von
    • „Rolly Brings & Bänd“, die befreundete Musiker mitbringen
    • von dem Songwriter / Singer – Duo „AnyWay“ (Ex- Magic Street Voices)
    • der auf der Kölner Schäl Sick – in Köln-Flittard - gegründeten Rapgruppe „Microphone
      Mafia“ (MIC Mafia), die aus Kölner Musikern mit deutsch-italienisch-türkischen Wurzeln
      besteht,
    • den türkischstämmigen Musikern von „Yasam Evi“ (mit Saz, Gitarre und einer Sängerin)
    • sowie die Kölner Liedermacherin „Blue Flower“.

Unsere in deutscher und türkischer Sprache verfassten Flugblätter (s. Anlage Pressemitteilung) werden zur Zeit in hoher Auflage im Stadtbezirk Kalk und in Mülheim verteilt.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Heiner Kockerbeck

 

 

Ablaufplan:

Zeit

Ablaufplan

 

9.40 Uhr

10.00-10.05


10.05-10.10

10.10-10.20

10.20-10.25

10.25-10.35

10.40-10.50

10.55-11.00

11.05-11.30

11.30-11.35

11.35-11.40

11.45-11.50

Blue Flower (Birgit Dünkler)

Moderation: Rolf Blandow (Veedel e.V., Sozialraumkoordinator Neubrück/Ostheim) / Emrah Ceylan (Pavillon e.V.) (türkisches Grußwort)

Anyway (Don Franco, Nici Lieb)

Hauptrede: Claudia Wörmann-Adam

Markus Thiele (Bezirksbürgermeister)

Eyüp Düzgünkaya (Saz) und Freunde (Gesang/Gitarre)

Pfarrer Meurer

Rede Fina Macula, Kölner Vorsitzende DGB-Jugend (und Ansage Rolly Brings)

Rolly Brings & Bänd und Freunde

Rede DIDF

Hans-Gerd Kaumanns (Bürgerinitiative „Miteinander“ Humboldt-Gremberg)

Bündnis gegen Pro Köln